Pflegekinder

 



 

 


















 

 
 
 
 
 

Auf dieser Seite, möchte ich über meine drei Pflegekinder berichten

 

Man kommt ja nun nicht alle Tage, gleich so einfach zu drei Kindern *lach*

Muss dazu sagen, das es sich aber fast so bei mir verhalten hatte. Es war im Jahr 1982 an einem Donnerstag, um genau zu sagen, Vatertag im Mai. Mein damaliger Freund und ich saßen Abends zusammen im Garten und grillten, als die Alleinerziehende Mutter ( Nachbarin ) von drei Kindern bei uns erschien und fragte, weil sie noch ausgehen wollte, ob wir einen Blick auf ihre Kinder werfen könnten. Da es noch nicht spät war, die Kinder im Alter von 9,11,13 Jahren waren, hatten wir sie zu uns in den Garten geholt und mit denen zusammen gegrillt. Es wurde noch ein sehr schöner Abend, später brachte ich die Kinder dann zu Bett und vergewisserte mich dann auch noch eine Zeit später, ob alles in Ordnung sei . - Wir gingen dann auch langsam zu Bett und wunderten uns aber, das die Nachbarin noch unterwegs war, dachten uns aber nichts weiter dabei, man kannte es ja,wenn es schön ist.

An dieser Stelle muss ich nun erst mal noch erzählen, das ich mich wegen der Nachbarin schon öfter mit dem Jugendamt in Verbindung gesetzt hatte, weil ich feststellen konnte, das sie ihre Kinder grausam vernachlässigte, aber auch wie überall , es muss immer erst etwas passieren, bevor Ämter etwas unternehmen.

Dann am Freitagmorgen, so gegen 10:00 Uhr, kam dann der älteste der Kinder weinend zu uns und teilte uns mit, das die Mama nicht da sei. Ich holte dann die Kinder erst mal zu uns rüber und bereitete ihnen ein Frühstück,in der Zwischenzeit überlegten wir dann, bei wem Sie evtl. über Nacht geblieben sein konnte und riefen alle an, die wir kannten, um das in Erfahrung zu bringen, bekamen leider nur negative Auskünfte. Die Mutter blieb auch am Samstag und Sonntag weg.

Wir riefen dann bei der Polizei an und meldeten den Vorfall, man weiss ja nie, was passiert hätte sein können. Am kommenden Montag musste ich dann das Jugendamt darüber informieren und siehe da, wie schnell sie doch nun an unserer Tür waren.

Man führte zuerst ein Gespräch mit den Kindern alleine, anschliessend, wurde ich dann gefragt, ob sich die Kinder, solange, bis die Mutter wieder da wäre, bzw. gefunden sei, bei mir bleiben könnten, selbstverständlich sagte ich zu.

Da sich die Kinder nun in unserem Haushalt aufhielten, sorgte ich erst einmal dafür, das ihre Sachen für den täglichen Bedarf aus deren Wohnung geholt wurde. Beim Eintritt der Wohnung, dachte ich, mich trifft der Schlag, so etwas, hatte ich vorher noch nie gesehen. Es ist zu schlimm, es hier nieder zu schreiben. Ich bemerkte es an hand der Sachen, wie verwahrlost die Kinder tatsächlich waren, das wenige, was sie hatten, konnte bis zur hälfte erst mal entsorgt werden, weil sie derart kaputt oder gar verschimmelt waren, ja ihr lest richtig, verschimmelt, vielleicht nie richtig trocknen lassen?

Ich wandte mich an das Jugendamt, um für die Kinder etwas Neues zu bekommen. Man lehnte es zuerst ab, da die Mutter für den Monat ihr Einkommen schon bekommen hätte. Nach einigen vernünftigen plausieblen Erklärungen und auch Zeigen, war man dann endlich bereit, für die Kinder das Notwendige zukommen zu lassen.

Dann, der Anruf vom Jugendamt, die Mutter wäre wieder aufgetaucht und sie kämen gleich vorbei, um die Kinder ab zu holen, ich solle sie darauf vorbereiten. Als ich den Kindern das erzählte, bemerkte ich wie denen das Gesicht runter fiel und ein paar Tränen kullerten und beknieten mich, sie doch nicht heraus zu geben. Gutes Zureden und das es sich doch um ihre Mutter handeln würde, ließ die Kinder nicht davon ab, sie wollten bei mir bleiben, mit der Begründung, so gut, wie bei mir, das würden sie nicht kennen und es gefiele ihnen sehr gut bei mir und sie würden sich immer anständig benehmen und keinen Kummer bereiten.  Es war herzzerreissend die Kinder mit Tränen in den Augen so betteln zu sehen, ich selber musste mich arg zusammen reissen, um nicht selber in Tränen aus zu brechen, weil mir die Kinder schon arg ans Herz gewachsen waren. Diese traurige Stimmung änderte sich auch nicht, als das Jugendamt mit der Mutter auftauchte, im Gegenteil, die beiden Älteren Kinder sind aus dem Fenster ( wohnten unten ) geflüchtet und wurden auch nicht gesehen.

Das Jugendamt teilte mir dann mit, das sie den "Kleinen" erst mal der Mutter mitgeben würden, auf Probe, weil sie versprochen hatte, das sie ihr Leben durch einen neuen Mann, in Griff hätte und der Freund, die Vaterrolle gern übernehmen wollte.  Ich sollte mich dann melden, wenn die anderen Beiden wieder aufgetaucht sind. Und die beiden, tauchten auf, als sie mit bekommen hatten, das die "Luft rein war" Ich versuchte mit den Kindern ein vernünftiges Gespräch zu führen, erklärte ihnen, das Weg laufen absolut nichts bringen würde, das ich aber bereit bin, mit dem Jugendamt zu sprechen, ob es evtl. eine andere Lösung gebe, wenn die Kinder doch nicht zur Mutter wollten.

Hier möchte ich nun endlich mal die Namen meiner Pflegekinder niederschreiben *lächel* es handelt sich um Hans - Jürgen ( 13 ), Manuela ( 11 ) und Bernd ( 9 ) Jahre alt, als ich sie übernahm.

Ein paar Tage später, bekam ich dann einen Anruf von meiner Nachbarin, die mir dann erzählte, sie hätte den "Kleinen" im Stadtpark rumtorkeln sehen, als ob er betrunken wäre,regte sie sich noch auf, statt nun das Kind gleich mit zu nehmen. Ich bin sofort zum Auto und fuhr zum Stadtpark, um mich selbst zu überzeugen. Und es war so, wie die Nachbarin erzählte. Ich schnappte mir den Jungen und fuhr mit ihm nach Hause, von dort rief ich dann die Polizei an, um ihnen mit zu teilen, falls die Mutter das Kind sucht ( was sie nicht tat ) das es sich bei mir befindet, erklärte noch den Zusammenhang, denn ich wollte mir auch keine Strafe, wegen Kindesentführung anhängen lassen. Da es sich mal wieder um ein Wochenende handelte, wartete ich bis Montag, um den Vorfall dem Jugendamt an zu zeigen. Ab diesem Tage, war dann auch der "Kleine" wieder bei mir.

Man nahm dann den Kontakt zum Vater der Kinder auf,aber nach kurzem Gespräch, stellte man fest, das die Kinder auch beim Vater nicht gut aufgehoben wären. Der Vater hatte durch einen Unfall, eine eptileptische Erkrankung und deren Anfälle sich häuften. Und auch bei ihm, war der Alkoholkonsum zu hoch.

Die Annäherungsversuche meinerseits mit dem Jugendamt, die Mutter wieder an die Kinder zu bringen, blieben erfolglos,weil von der Seite der Mutter keine Iniative kam, sich den Kindern zu nähern. Ein Treffen mit der Mutter fand zweimal im Monat statt, aber auch bei den Treffen behandelte die Mutter ihre eigenen Kinder wie Fremde.

Der Mutter wurde das Erziehungsrecht entzogen, sowie auch die Aufenhaltsbestimmung, es lag nun in den Händen des Jugendamtes.

Aber nichts desto Trotz, versuchte ich immer wieder, die Kinder mit der Mutter zusammen zu führen, leider erntete ich nur Mißterfolg, die Mutter hatte jegliches Interesse an den Kindern verloren gehabt.

Dann bekam ich eine Einladung zu Gericht, mit dem Wortlaut, betreff: Vorsorgliches Erziehungs und Aufenthaltsrecht.

Mir wurde vor Gericht dann das Erziehungs und Aufenthaltsrecht im Beisein der Mutter übertragen. Wer jetzt glaubt, es hätte sich auch nur ein Fünkchen bei der Mutter gerührt in diesem Augenblick, der irrt. Sie verließ leichten Fuß den Gerichtssaal, als ob es nie ihre Kinder gewesen wären

 

 


 

Leben mit den Kindern...
 
Nach dem alles vom Jugendamt und Gericht abgeschlossen war, meldete ich die Kinder erst einmal für ihre neue Adresse um.
Setzte mich mit der Schule in Verbindung, damit ich überhaupt erst einmal wusste, welchen Stoff sie durchgingen und wie die schulischen Leistungen waren.
Da bekam ich dann wieder einen Schreck, als mir die Lehrer eröffneten, das die Kinder trotz Aufforderungen, die Schule kaum besuchten, auch das die Mutter nie einer Einladung folgte.
Ich bemerkte es auch anhand der Gespräche, die ich mit den Kindern führte, als ich deren Geburtstage wissen wollte. Kaum vorstellbar, aber keiner der drei, wusste sein eigenes Geburtsdatum.
Mir wurde mit einmal klar, das jede Menge Arbeit auf mich wartete. Oh weh, dachte ich, hoffentlich schaffe ich das alles. Keine eigenen Kinder und diese waren nun nicht mehr im Säuglingsalter, ein Teil der Erziehung war schon vollbracht gewesen.
Aber so schnell ließ ich mich ja nie unterkriegen, pack ich es halt an, dachte ich, wird schon schief gehen *lach*
Auf meinem damaligen Freund, war leider nicht all zu viel Verlass, ich bemerkte schnell, das ihm einiges nicht wirklich gut bekam und er sich dann lieber verdrückte, so blieb alles an mir allein hängen. Es wurden dann erst mal Zimmer für die Kinder hergerichtet, die beiden Jungen`s bekamen ein Zimmer zusammen, dem Mädel ein Zimmer extra, hatte auch Glück, das mir das Jugendamt, zwecks Möbel die volle Unterstützung gewährte.
Damit sich die Kinder so langsam an gewisse Ordnungen halten lernen, fing ich an, kleine Aufgaben zu verteilen, die dann wöchentlich untereinander ausgewechselt worden sind, damit es nicht zu monoton für die Kinder wurde.
Es war auch für mich eine Umstellung, von 2Personen auf 5Personenhaushalt *smile
Wir hatten, dadurch das wir Garten hatten, auch Tiere, zwar nichts Weltbewegendes, aber mussten ja auch versorgt werden. Zu den Tieren, zählten eine Kaninchenzucht, 2 Katzen, 1 Hund, Vögel und Aquarium, ergo uns wurde nie langweilig *lach*
Meine Hündin war zu dem Zeitpunkt auch noch tragend, da kam dann noch mehr auf uns zu.
Aber am allerwichtigsten sind mir die Kinder geworden. Das sie täglich ihren Schulbesuch abstatteten, ihre Aufgaben für die Schule erledigten und dann erst Freizeit hatten, mit denen sie anfangen konnten, was sie wollten.
Der Tag fing für mich morgens um 5:30 Uhr an, Frühstück zubereiten und Pausenfrühstücke fertigen für die Kinder.
Aber auch das war für die Kinder erst mal gewöhnungsbedürftig, man kannte es nicht.
Ich erfuhr, das sich die Kinder um alles selbst kümmern mussten und das jeder so aufstand, wie er dachte es tun zu müssen.
Muss auch sagen, das ich bei dem Mädel und dem Jüngsten, einige Probleme am Anfang hatte, wegen dem Aufstehen *lach*
Da meine Hündin, Asta hieß sie übrigends, irgendwie merkte, das sich einiges geändert hatte, meinte sie mithelfen zu müssen und ein Zungenschlabber durch das müde Gesicht der Kinder, hatte geholfen, das sie aufstanden *lach* mit einem grummeln und schimpfen, versteht sich.
Aber nachdem sie frisch gewaschen waren, am Frühstückstisch bei leiser Musik mit mir saßen,war alles vergessen *lächel* Wir frühstückten wenigstens 30 min jeden morgen zusammen, alles in Ruhe angehen lassen, damit der Tag ein Erfolg werden würde.
Während die Kinder dann in der Schule waren, widmete ich mich dann dem Haushalt, der ja nun auch grösser geworden ist und ganz andere Arbeiten auf mich zukommen ließ.
 
 
 
 
 
 
Aber, es lief natürlich nicht immer alles ohne Probleme ab, und Probleme, kamen auf mich mehr als genug zu.
Ich möchte mich hier nun nicht beschweren, ansonsten, hätte ich die Kinder wohl auch nicht Jahre gehabt *smile
Aber, man sollte es sich echt nicht so leicht vorstellen, vor allem, wenn Kinder aus solch zerrütteten Familienverhältnissen kommen.
Wie schon erwähnt, lagen ja ein paar Jahre der Erziehung in den Händen der Mutter, was auch vollkommen logisch ist. Und diese Erziehung machte sich mehr als einmal bemerkbar.
Das Allerschlimmste, was die Kinder wohl zuerst gelernt hatten, war das Lügen und sich Gegenseitig zu bestehlen.
Es war ein sehr harter Kampf gewesen und ich musste mitunter mit List an manche Dinge gehen, um die Wahrheit heraus zu finden. Meine Phantasie war diesbezüglich sehr gross und manchmal kam dann der Auspruch: Hast du bei der Polizei mal ein Praktikum gemacht ? Die Kinder waren zu sehr erstaunt darüber, das ich die Wahrheiten doch immer an`s Tageslich brachte, dabei lag es oft an ihnen selber, wenn sie anfingen sich zu wiedersprechen *lach
Ich fing an, die Kinder quasi zu studieren, achtete auf jeden Gesichtsausdruck, wenn sie mir etwas erzählten und der Blick in den Augen hielten sie dann nicht immer wirklich stand, so erkannte ich schnell, wenn ich wieder mal angeflunkert wurde,  ein Blick verschämend nach unten, leichte Röte, die über`s Gesicht zog oder einfach nur ein plötzliches stammeln veriet sie oft.
Mitunter hatte ich das Gefühl, das die Kinder noch kein richtiges Vertrauen zu mir hatten.
Und mir war auch klar, das Vertrauen eh erst langsam aufgebaut werden musste, das die Kinder erst mal selbst entdecken müssen, in wie fern sie mir etwas erzählen wollten, um auch meine Reaktion auf einiges Erzähltes zu beachten.
Ich fing dann selber an, aus meiner Kindheit zu erzählen, auch den Blödsinn, den ich als Kind verzapft hatte, mich aber immer an meine Eltern wenden konnte, ohne das es gleich Hiebe gab.
Denn, geschlagen wurden die Kinder auch, für jedes bisschen, was sie falsch machten, sie hatten keine Gelegenheit ihrer Mutter überhaupt ein Zusammenhang zu erzählen.
Und diese Angst vor Schläge, wollte ich ihnen mit Gesprächen nehmen. Ich erwähnte zwar, das eine Strafe mitunter sein müsse, die sich dann aber anders auswirken würde, wie zum Beispiel, Fernsehverbot, oder eine Aufgabe verrichten, die man nicht gern tat. Und es käme auch darauf an, was sie auch gemacht hätten, wegen Bagatellen bestraft man nicht. Aber, ich hätte gern den Grund gewusst, warum oder wenn sie etwas angerichtet haben, wir würden uns darüber unterhalten und dann gemeinsam überlegen, was dann in dem oder jenem Moment dann das Richtige wäre.
Ich erklärte den Kindern auch, das sie getrost sagen können,wenn ihnen etwas nicht gefällt, was ich mache, erklärte ihnen, das es auch für mich eine Umstellung ist, die Erziehung für drei Kinder von heute auf morgen zu übernehmen und das man mit Gesprächen immer zusammen eine Lösung für das Eine oder Andere finden würde.
Und, es klappte vorzüglich, hatte man irgendwelche Probleme, wandte man sich an mich und erwartete natürlich auch eine verünftige Lösung von mir, puh, war nicht immer ganz einfach, aber in solchen Momenten erinnerte ich mich dann an meine Kindheit und wie die Gespräche mit meiner Mutter abliefen, das half mir dann *lächel*
 
 
 
Mit der Zeit, hatten wir uns sehr aneinander gewöhnt, alles oder sagen wir mal fast alles lief seine geregelten Bahnen. Einen Streich hier, eine Dummheit dort, gehörte einfach mit dazu, dafür sind es Kinder.
Aber leider, die Versuche, das sich die Mutter mit den Kindern ab und zu mal treffen sollte, schlugen meist fehl. Ich verstand es nicht, das eine Mutter ihre Kinder vergessen konnte, es war für mich unbegreiflich.
Mit viel Liebe und Geduld, versuchte ich den Kindern auch die Schule schmackhafter zu machen, denn an den täglichen Schulbesuch, war man zuerst garnicht so einverstanden *schmunzel*
Es gab ja genug Möglichkeiten, die Wissbegier der Kinder spielerisch  versuchen an zu streben. Die Neugierde auf etwas Neues, wir machten auch viele Bastelarbeiten zusammen, die natürlich beschriftet werden mussten und auch mit Zahlen versehen, damit man anschliessend wusste, was eigentlich zusammen gehörte. Und ich bemerkte, das es den Kindern Spaß machte und überlegte, dies dann noch weiter aus zu bauen.
Erzählte ihnen auch, das ich mich über etwas selbstgemachtes mit einem Vers, Reim, oder Gedicht mehr freuen würde, als wenn sie ihr Taschengeld für irgendein Geschenk ausgeben müssten, sei es zum Geburtstag, Feiertage ect., auch das Untereinander schenken, wäre mit einer Bastelei viel Persönlicher *lächel* ich hatte Erfolg mit meinen Argumenten.
Manchmal, wenn die Kinder mir eine Freude machen wollten, saßen sie meist zusammen in einem ihrer Zimmer, da durfte ich den Raum dann nicht betreten, was selbstverständlich von mir akzeptiert wurde. Es war eine Freude zu beobachten, wie geheimnisvoll alles von statten ging. Mitunter hörte ich dann ein Streitgespräch, weil einer der Kinder entweder etwas falsch geschrieben oder zusammen gefügt hatte, ein schmunzeln ging dann über mein Gesicht, weil ich feststellen konnte, das sich die Kinder auch Gegenseitig erzogen.
Diese Zusammenarbeit mit den Kindern, brachte auch bessere Erfolge in der Schule. Den ersten Elternabend, den ich besuchte, verließ ich anschliessend ganz stolz, man lobte mich und erzählte mir, das, das neue Umfeld den Kindern besonders gut getan hat. Sie am Unterricht gut teilnehmen würden und auch die Streitlust, die sie sonst am Tag legten, fast garnicht mehr vorhanden waren.
Ich persönlich konnte dies auch feststellen, weil die Kinder auch anfingen, Freunde zu haben,die dann bei uns fast täglich ein und aus gingen *lach*
Mich freute es natürlich, denn auch Freunde sind wichtig und auch von Freunden kann man lernen.
Nur mein ältester, Hans-Jürgen, er machte mir, was das schreiben anbelangte doch Kopfzerbrechen. Mit nichts, konnte ich ihn überzeugen, das Schreiben wichtig ist für seinen weiteren Lebenslauf. Er hatte absolut keine Lust, dies zu lernen, was ich auch versuchte, es blieb leider Erfolglos *seufz*
Rechnerisch machte ihm keiner was vor und was das Handwerkliche anbetraf, ist er ein Ass gewesen.
 
 
Hier eine kleine Begebenheit, die mich heute noch berührt
 
Weihnachten 1983, werde ich auch nicht mehr vergessen. Alle Vorbereitungen waren getroffen. Die Kinder waren in der Kirche und ich bereitete das Abendessen für uns vor.
Nach der Bescherung, saßen wir dann alle gemütlich zusammen, als dann mein Ältester vor mir trat und sagte: Weißt du, wir sind glücklich, das wir bei Euch sein dürfen, unsere Mutter hat sich nie so gekümmert, wie du es getan hast,wir möchten dich Mama nennen dürfen, bitte erlaube es uns, denn du bist unsere Mama und nicht die Frau, die uns zur Welt brachte. - Es herschte Stille -
Mir liefen ein paar Tränchen, ich musste mich echt erst mal sammeln, mit allem hatte ich gerechnet, aber nicht damit.
Die Kinder blickten mich erwartungsvoll an, was ich wohl antworten würde.
Ich nahm den Ältesten in den Arm, drückte ihn, ihr dürft mich Mama nennen, wenn ihr das so wollt, will auch immer versuchen, euch eine gute und gerechte Mutter zu sein. Da sprangen dann auch Manuela und Bernd auf, nahmen mich in Arm und drückten mich und ihnen war die Freude an zu sehen *smile
Von diesem Tage an, wenn Freunde zu ihnen kamen, wenn sie irgendwo erzählten, sagten sie immer voller Stolz, das ist unsere Mama, die Beste die es gibt.
Mich machte dies natürlich auch stolz, auch die Gewissheit zu haben, das ich evtl. doch nicht alles falsch gemacht hatte bislang.
 
 
 
 
 
 
 



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