Der Clown

 

 


 

 

 

Wer kennt sie nicht, die Clown`s, die uns zum lachen bringen. Der in keinem Zirkus fehlen durfte. Im Lexikon ist folgendes zu lesen zum Clown :

 

Clown

[klaun; englisch, „Tölpel“]

Spaßmacher, Hanswurst; ursprünglich die lustige Figur in englischen Bühnenstücken der Shakespearezeit, in der sich seit Anfang des 19. Jahrhunderts Elemente der englischen pantomime, der italienischen Harlekinade und der Akrobatik mischten; in Zirkus und Varieté entwickelten sich unterschiedliche Typen, z. B. Sprechclown, Dressurclown, Musikclown.

 

 

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Die Figur des Clowns übt auf viele Menschen eine große Faszination aus und es erstaunt mich immer wieder, daß mit dem Clown so viele Klischees verbunden sind.
Viele Leute wollen partout nicht verstehen, warum Clowns außerhalb der Clownsrolle nicht melancholisch oder traurig sind ....;o)

Folgendes habe ich dann beim durchstöbern im www. gefunden

Warum sprechen uns die zentralen Themen des Clowns - das Scheitern und das Fiasko - so an ? Warum hat der Clown so viele andere Künstler inspiriert ? Und warum ist die rote Nase die kleinste Maske der Welt ?

Vielleicht liegt es daran, daß der Clown uns etwas von den ewigen Freuden und Leiden vermittelt, von der Größe und der Schwäche des Menschen und wir uns so immer wieder in ihm wiederspiegeln können. Er spielt keine Rolle sondern lebt sich selbst, jeden Tag auf´s Neue und schenkt dabei Freude, Staunen, Lachen und viele Träume, als wäre es das Selbstverständlichste auf der Welt.

Der Clown, so wie wir ihn heute kennen, ist eine relativ junge Figur. Die Suche nach den Ursprüngen, den Vorläufern des Clowns reichen jedoch weit zurück.

In der Antike hatten die komischen Figuren im Theater eine sehr deutliche Doppelnatur. Zum einen waren sie Spötter, die sich mit ihrem Schabernack und beißendem Spott gegen Obrigkeiten auflehnten

Die Renaissance brachte dann weltverändernde Erkenntnisse auf allen Gebieten, religiöse Umwälzungen und die Suche nach einem neuen Weltbild.
Der "Narr" galt als Bote des Übergangs zum neuen Menschenbild. Sebastian Brant (1457 - 1521) gilt als Schöpfer der Narrenidee


 
 Erst bei dem Humanisten und Augustinermönch Erasmus von Rotterdamm (1466 - 1536) wurden meine beruflichen Vorgänger in ein besseres Licht gerückt. Er drängte auf Ausgleich und Harmonie und suchte den Zusammenhang von Antike und Christentum, von Sokrates und Christus, von Vernunft und Menschlichkeit.
 

Und mit der Figur des Till Eulenspiegel bekam der Narr eine ganz neue Facette: er war fortan nicht mehr das personifiziert Laster, sondern eine Persönlichkeit, deren Streiche man genußvoll liest. Till Eulenspiegel bezeichnete sich selbst als Narren, als Toren und das war auch die Rolle, die er spielte. Er sagte unter dem Mantel der Narrheit die Wahrheit.

 

 

 

Hier kommt auch der Begriff "Clown" ins Spiel, abgeleitet vom lateinischen colonus, was soviel wie Bauer oder Landmann bedeutet. Clown steht dann im Englischen ursprünglich für Bauer, im umgangssprachlichen auch für den ungewollten Tölpel und im übertragenen Sinne für einen Spaßmacher. Konkret belegbar mit dem ungewollten Tölpel Malvolio in "Was ihr wollt" und dem Spaßmacher Lancelott Gobbo im "Kaumann von Venedig".
Und wenn wir gerade dabei sind: der englische "fool" (altfranzösisch fol) stammt aus dem Lateinischen und bedeutet Blasebalg, umgangssprachlich aber auch "Windbeutel". Und auch "fool" hat drei Bedeutungsebenen, im eigentlichen Wortsinn ist es ein Wahnsinniger, ein Geistesgestörter. Der "natural fool" wird aber auch als Idiot und Tölpel gedeutet und der "artificial/domestic fool" schließlich ist der berufsmäßige Spaßmacher.

Gegen Ende des 16. Jhds entstand in Italien die Comedia dell´ arte. Berufskomödianten spielten Stegreifkomödien mit festgelegten Rollen, mit typischen Figuren, in denen die Zuschauer sich selbst entdecken konnten

 

Im Laufe der Zeit entwickelten sich zwei Figuren, Harlekin und Pulcinella.
Pulcinella war eine Dienerfigur, faul, in weiße Gewänder gekleidet, daraus entstand später der Pierrot. Harlekin war der Einfache, der Dumme, wurde mit der Entwicklung der Figuren zum Hanswurst. Beide boten genügend Identifikationsmöglichkeiten für Jedermann in Szenen die direkt aus dem Alltag der Zuschauer gegriffen waren.
Der Hanswurst wurde zur Theaterfigur, von Schauspielern aufgegriffen, von Schriftstellern verarbeitet (Stranitzky, Lessing, ...).

Im Laufe der Zeit entwickelten sich zwei Figuren, Harlekin und Pulcinella.
Pulcinella war eine Dienerfigur, faul, in weiße Gewänder gekleidet, daraus entstand später der Pierrot. Harlekin war der Einfache, der Dumme, wurde mit der Entwicklung der Figuren zum Hanswurst. Beide boten genügend Identifikationsmöglichkeiten für Jedermann in Szenen die direkt aus dem Alltag der Zuschauer gegriffen waren.
Der Hanswurst wurde zur Theaterfigur, von Schauspielern aufgegriffen, von Schriftstellern verarbeitet (Stranitzky, Lessing, ...).

Napleon - selbst Theaterliebhaber - erließ 1806 ein Dekret, das die Anzahl der Theater limitierte und jedem Theater ein ganz bestimmtes Genre zuwies.
Franconis Cirque Olympique durfte Mimodramen zeigen, Reiterdressuren und Dressurakte sowie Geschicklichkeits- und Kraftakte

Dort debütierte 1816 der erste große Vorläufer des Clowns - Jean Babtiste Debureau - mit seiner Pantomime "Der Arzt".

Mit seinem losen weißen Kittel mit langen weißen Armeln, den weiten weißen Hosen, der schwarzen Kappe und dem schneeweisen Gesicht erschuf er den unvergessenen französischen Pierrot, ganz ohne die Dummheit und die Plumbheit der italienischen und englischen Vorgänger

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Joe Grimaldi (1799 bis 1837) erreichte seine Wirkung vor allem durch schauspielerische Techniken, war also noch kein "richtiger Clown" trotzdem wird ihm zum Gedenken in London jedes Jahr zu Ostern ein Clowngottesdienst abgehalten.

Von nun an ging es schnell mit der Entwicklung des Clowns. Im Zirkus Renz berühmt geworden ist Tom Belling (1843 - 1900).
Im väterliche Zirkus arbeitete er als Voltigeur, Parterrespringer, Drahtseilkünstler, Jongleur, Taschenspieler, Schulreiter, Violinvirtuose und Glasharmonikaspieler, kam dann durch einen Zufall zum Zirkus Renz und fiel dort grandios durch und entwickelte damit die Figur des Dummen August. In der Folgezeit trat der dumme August immer mit einer anderen Figur zusammen auf: mit dem Weißclown.

Der echte Zirkusclown war erschaffen, aus den Zirkus und seiner Struktur heraus gewachsen.

Der weiße Clown und der August - es sind Lehrerin und Kind, Mutter und Lausbub, man könnte auch sagen: der Engel mit dem feurigen Schwert und der Sünder.
Es sind die beiden Haltungen des Menschen, der Drang nach oben und der Drang nach unten, getrennt, geschieden.
Der Film (Die Clowns) endet so: die beiden Gestalten kommen einander entgegen und gehen miteinander von dannen. Warum rührt diese Situation ? Weil diese beiden Gestalten einenMythos verkörpern, den wir alle in uns tragen. Versöhnung der Gegensätze, die Einheit des Seins.
Was im steten Krieg zwischen dem weißen Clown und dem August schmerzt, hat nichts mit der Musik und dergleichen zu tun, es ist unsere Unfähigkeit, die beiden zu versöhnen. Denn je mehr du den August nötigen willst, diese Geige zu spielen, desto schrillere Trompetentöne läßt er hören. Auch verlangt der weiße Clown. daß der August elegant sei. Der wird aber umso verlumpter, unbeholfener, staubbedeckter, je autoritärer das Gegenteil verlangt wird.

Nach der Jahrhundertwende nahm die Zahl der Zirkusse in Europa stark zu. Gefragt waren weniger Massennummern dafür mehr Einzelnummern, spezialisiert mit Höchstleistungen

 

Ganz berühmt war Grock (Adrian Wettach 1880 - 1959) dessen Nummer mit Stuhl und Geige noch heute als "nit möööööglich" in Erinnerung ist.

"Akrobat schööön" Charlie Rivel (1896 - 1987) und die berühmten Fratellini (ca. 1877 - 1961) standen Grock in nichts nach.
Oleg Popov (geb. 1930) wurde wie Tom Belling durch Zufall zum Clown. Sein Stern begann zu leuchten, als er den Pausenclown vertreten mußte.

" Der Clown ist ein handelnder Dichter. Er selbst ist die Geschichte, die er spielt." -     Henry Miller

  "Jeder Mensch ist ein Clown, aber nur wenige haben den Mut, es zu zeigen." -     Charlie Rivel

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